Luis – Manche lernen es wohl nie
Luis, Nick und Paul hatten es tatsächlich schon bis zur Halbzeit geschafft. Sechs Monate Horizont-Besserungsanstalt lagen hinter ihnen – sechs Monate aus grauen Fluren, geregelten Tagesabläufen und Regeln, die so eng saßen wie die kratzigen Anstaltsuniformen. Jeder wusste: Ein falsches Wort, ein falscher Blick und man durfte sich auf Konsequenzen gefasst machen. Und doch… ganz ließen sie es nie.
An diesem Morgen saßen sie im Religionsunterricht, die Sonne fiel träge durch die hohen Fenster, während Pastor Brenner mit gefalteten Händen vor der Klasse stand. Später sangen sie ein harmloses Kirchenlied, eines von der Sorte, die selbst den engagiertesten Gläubigen gähnen ließ. Pastor Brenner begleitete den Gesang auf der alten Orgel. „Großer Gott, wir loben dich…“ Nick hatte zuerst nur die Lippen anders bewegt. Luis hörte es, beugte sich minimal rüber. Paul prustete. Und dann sangen sie. Nicht laut. Nicht sofort auffällig. Aber eindeutig. „Großer Gott, wir loben dich“ wurde zu „Großer Gott, wir spüren dich“. Ein paar Köpfe hoben sich. Ein unterdrücktes Kichern. Brenner spielte weiter. Noch. „Herr, wir preisen deine Stärke.“
„Herr, wir testen deine Grenze“, sang Paul, eine Spur zu deutlich. Jetzt war es vorbei. Die Klasse verstand. Stimmen fielen ein, manche lachten, andere schauten schockiert. Die nächste Zeile kam wie ein Schlag: „Alles, was dich preisen kann.“ Nick setzte nach: „Alles, was dich fühlen kann“. Innerhalb weniger Sekunden war aus dem frommen Gesang ein absurdes, respektloses Textchaos geworden. Erst kicherte die Klasse, dann brach sie in schallendes Gelächter aus. Jemand klatschte, ein anderer pfiff. Für einen kurzen, herrlichen Moment fühlte es sich an wie Freiheit. Dann verstummte die Orgel. „Nach vorne. Alle drei.“ Pastor Brenners Finger zeigte auf den freien Raum vor dem Pult. Seine Stimme war ruhig, doch sein Gesicht sprach Bände. Nicht laut. Kein Schreien. Nur diese gefährlich ruhige Stimme. Das Gelächter starb, als hätte jemand den Stecker gezogen. Luis, Nick und Paul standen langsam auf. Stühle scharrten, irgendwo wurde noch gekichert. Sie tauschten Blicke. Dieses Wir sind erledigt-Lächeln, das man nicht mehr loswird. Pastor Brenner wartete, bis sie nebeneinander vor ihm standen, wie auf einer unsichtbaren Anklagebank.
„Manche lernen es wohl nie“, begann er und ließ seinen Blick von einem zum Nächsten wandern. Er verschränkte die Hände hinter dem Rücken. „Vielleicht“, begann er ernst, „möchtet ihr drei der Klasse erklären, was genau soeben geschehen ist.“ Schweigen. Nick schaute auf seine Schuhe. Paul zog die Augenbrauen hoch. Luis biss sich auf die Innenseite der Wange, um nicht zu grinsen. „Nun gut“, sagte Pastor Brenner. „Dann helfe ich nach.“ Er räusperte sich. „Wir sangen ‚Großer Gott, wir loben dich‘. Ein Kirchenlied. Ein Gebet. Und du…“ — er sah in seine Unterlagen — „…du hieltst es für angebracht, daraus Folgendes zu machen.“ Er blickte direkt zu Luis. „Wiederhole die erste Zeile. So, wie du sie gesungen hast.“ Luis’ Mundwinkel zuckten. „Ähm… Großer Gott, wir spüren dich“, murmelte er. Ein unterdrücktes Lachen ging durch die Klasse. Pastor Brenner hob die Hand. „Und du fandest das passend für einen Lobgesang?“ Luis zuckte mit den Schultern. „War… interpretationsfähig.“ Nick presste die Lippen zusammen, um nicht zu lachen. „Und du, Nick“, sagte Brenner und wandte sich ihm zu. „Der Refrain.“ Nick seufzte gespielt ergeben. „Alles, was dich fühlen kann.“ Brenner wiederholte es. Langsam. Deutlich. „Alles, was dich fühlen kann.“ Jetzt lachte die Klasse offen. Paul presste sich die Lippen zusammen, seine Schultern bebten. Pastor Brenners Gesicht färbte sich langsam rot. „Und ‚Herr, wir preisen deine Stärke‘?“ fragte er eisig. Paul hob den Blick und grinste offen. „Herr, wir testen deine Grenze.“ Stille. Dann Gelächter. Laut. Unkontrolliert. Pastor Brenner schlug mit der flachen Hand auf das Pult. „Genug!“ Das Gelächter verebbte, aber das Grinsen auf den Gesichtern der drei blieb. Genau das war der Fehler. „Ihr findet das also amüsant“, sagte er langsam. „Ein Gebet ins Lächerliche zu ziehen. Vor euren Mitschülern. In einer Anstalt, die euch eine zweite Chance gibt.“ Brenners Stimme schnitt jetzt scharf.
Er wiederholte die umgedichteten Zeilen noch einmal, betont langsam, fast schneidend. „Großer Gott, wir spüren dich.“ Ein kurzes Zucken bei Nick. „Alles, was dich fühlen kann.“ Luis senkte den Kopf, aber das Grinsen blieb. „Herr, wir testen deine Grenze.“ Brenner beugte sich vor. „Und wisst ihr was mich am meisten ärgert?“ Die drei schüttelten stumm den Kopf. „Nicht nur der Unsinn. Sondern dieses selbstzufriedene Grinsen.“ Er richtete sich auf. „Aber das werde ich euch austreiben. Nick, Hose runter und dann ab übers Pult. Ihr anderen stellt euch dort drüben an die Wand.“ Die Gesichter der drei fielen. Endlich.
Nick seufzte, dann öffnete er umständlich den Knopf seiner Hose und zog diese, zusammen mit seiner Unterhose, bis in die Kniekehlen hinunter. Dann beugte er sich über das Lehrerpult. Pastor Brenner ging indessen um das Pult herum und entnahm der Schublade seine gern genutzte Tawse. Bedächtig ließ er sie durch seine Hand gleiten und schlug sie einmal probehalber auf seine Hand, bevor er Nicks Shirt nach oben schob und ihm die linke Hand ins Kreuz legte. Dann holte er weit aus. Mit einem lauten Klatschen landeten die zweigeteilten Lederriemen auf Nicks herausgestreckten Backen und hinterließen zwei parallel verlaufende rote Striemen, die schnell dunkler wurden. „Jau!“, stöhnte Nick auf. Schon erhielt er den nächsten Schlag und zuckte zusammen. „Au.“ Sein Atem ging schneller und der Puls raste. Dann traf ihn das feste Leder erneut. „Aaah.“, jammerte er bei jedem weiteren Schlag, als die letzten Hiebe genau die Sitzfläche trafen. Nach sechs Hieben hatte er es geschafft und durfte sich erheben. „Stell dich darüber, Gesicht zur Wand, Hände über den Kopf! Luis, zu mir!“, wies er Nick an und dieser gehorchte. Als er die Arme hinter dem Kopf verschränkte, lugten seine Backen unter seinem Shirt hervor, auf dem sechs, rote Doppelstriemen auf der sonst weißen Haut deutlich zu sehen waren. Zu gern hätte er jetzt das Brennen auf seinem Hintern verrieben, doch auf eine zusätzliche Strafe konnte er gern verzichten.
Auch Luis wagte keinen Widerstand und tauschte den Platz mit Nick. Schnell ließ er seine Hose und den weißen Slip zu Boden gleiten, dann legte er sich mit dem Oberkörper auf das kühle Holz des Pultes. Pastor Brenner fackelte nicht lange und zog ihm die Tawse kraftvoll über beide Backen. Beim ersten Schlag, kniff er die Augen fest zusammen und öffnete den Mund zu einem lautlosen Schrei. Auch den zweiten Treffer schaffte er noch japsend zu veratmen. Doch als Pastor Brenner nun auch bei ihm tiefer wanderte und ihm den Lederriemen in schneller Folge auf den unteren Teil der Backen schlug, war es auch um seine Beherrschung geschehen und er stöhnte und jammerte laut bei jedem Treffer. Dann sollte er sich neben Nick aufstellen und Paul war an der Reihe.
Paul schluckte, als er langsam hinüber zum Pult trat. Er hatte die Striemen auf Nicks und Luis´ Hintern gesehen und wusste nur zu gut, was ihn gleich erwarten würde. „Wird´s bald Paul, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.“, rügte ihn Pastor Brenner tadelnd und klopfte mit der Tawse ungeduldig auf das Pult. Paul gehorchte, legte seinen Hintern blank und nahm die angewiesene Position ein. Nervös sah er, wie der Religionslehrer nähertrat und zuckte bereits zusammen, als dieser ihm die Hand auf den Rücken legte. „Jau, aaah!“, jaulte er laut auf, als ihn der erste, feste Schlag traf und er versuchte sich aufzurichten. Pastor Brenner drückte ihn zurück in Position und holte erneut weit aus. „Auuu!“, schrie Paul auf und griff nach hinten, um die getroffene Stelle zu kneten. „Paul, Hände nach vorn.“, wies ihn Pastor Brenner zurecht und er klammerte sich mit beiden Händen ans Pult. Doch schon beim nächsten Treffer, zuckte seine Hand wieder schützend nach hinten. Diesmal sagte der Religionslehrer nichts, sondern schlug ihm mit der Tawse auf die Handfläche. „Autsch, au, aaah!“, jammerte Paul, ballte die schmerzende Hand zur Faust und nahm sie schnell wieder nach vorn. Diesmal blieb sie auch dort, während er, wie Nick und Luis zuvor, seine sechs Hiebe erhielt. Jeden Einzelnen quittierte er mit lautem Wehklagen, doch schließlich hatte auch er es geschafft und gesellte sich zu seinen beiden Freunden. Nebeneinander standen sie so noch einige Minuten mit bloßen Gesäßen an der Wand, die Hände über dem Kopf, als mahnendes Beispiel für den Rest der Klasse. Jedes der Hinterteile zierten sechs rote Striemen, die auf der Haut brannten. Dann beendete Pastor Brenner die Strafe und sie durften sich anziehen. Kleinlaut standen sie vor dem Lehrer und rieben ihre schmerzenden Hintern.
„Ich hoffe, dass war euch eine Lehre und ihr lasst solche Dummheiten in Zukunft. Eine Woche zusätzlicher Arbeitsdienst. Jeden Nachmittag. Dazu ein handgeschriebener Aufsatz über Respekt — zehn Seiten. Und ihr drei werdet euch heute Abend vor der Bettruhe bei mir melden.“, ermahnte sie Pastor Brenner. Resigniert nickten die drei. „Setzen.“ Mit hängenden Köpfen kehrten sie auf ihre Plätze zurück. Ihre Gesichter brannten, ebenso wie ihre Hinterteile. Keiner lachte mehr. Der restliche Unterricht zog sich endlos dahin. Als die Stunde vorbei war, lehnte sich Nick zu den anderen. „Okay“, murmelte er, „das Lied war genial… aber der Aufsatz wird die Hölle.“ Luis grinste schief. „Ja. Aber immerhin haben wir’s wieder geschafft, den Laden kurz aufzumischen.“ Paul seufzte, dann lächelte er doch. „Irgendwann lernen wir’s noch. Vielleicht.“
Der Nachmittag zog sich endlos hin. Paul, Nick und Luis standen pünktlich bei Herrn Schmidt, ihrem Betreuer, auf dem Hof, die Hände in den Taschen, die Blicke gen Boden gerichtet. Der Arbeitsdienst bestand aus dem klassischen Programm: Laub fegen, Tische wischen, die kleinen Ecken in der Turnhalle sauber kratzen, die sonst niemand beachtete. Jeder Handgriff fühlte sich doppelt so lang an, die Sonne brannte schwach auf die Schultern und jeder Atemzug schmeckte nach Staub und Gummi. „Nie dachte ich, dass Laub so fies sein kann“, murmelte Nick, während er eine besonders hartnäckige Ecke unter den Tribünen schrubbte. Luis lachte nur leise, die Hände im Besen verkrampft. „Oder Schreibtinte auf Papier… zehn Seiten, erinnert ihr euch?“ Paul seufzte und wischte über die Tischplatte. „Ich hab’s ja geahnt. Der Aufsatz wird uns in den Wahnsinn treiben.“
Später auf ihrem Zimmer angekommen, setzten sie sich jeder auf ihre Betten. Die Blätter stapelten sich, die Stifte quietschten, das Fluchen der drei über die verhasste Aufgabe füllte das Zimmer. Zehn Seiten Respekt — allein der Gedanke war schon ermüdend. Jeder Satz fühlte sich schwerfällig an, jede Seite zog sich wie Kaugummi. „Stöhn…“, murmelte Paul auf Seite sechs, „ich kann nicht mehr.“ Luis antwortete: „Nur noch vier“, während er die Worte vorsichtig wählte, „dann haben wir es geschafft.“ Nick lehnte sich zurück und streckte sich. „Und dann?“ Luis zuckte mit den Schultern. „Dann hoffen, dass er nicht alles anzweifelt.“ Die Seiten füllten sich langsam und irgendwann, nach viel Geknirsche und Geächze, lagen die Aufsätze fertig vor ihnen.
Am Abend schlüpften sie in ihre Schlafanzüge und schlichen zur Tür von Pastor Brenner. Die Nacht war still, nur das entfernte Rauschen des Windes durch die Bäume. Nick klopfte dreimal, leise aber bestimmt. „Herein!“, ertönte die Stimme des Pastors von innen. Sie öffneten die Tür und Pastor Brenner stand bereits da, in seiner Soutane, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Ein kurzer Blick auf die drei und ein noch kürzerer auf die Papierstapel in ihren Händen und er nickte. Die drei stellten sich nebeneinander auf, während der Pastor an seinem Schreibtisch Platz nahm und seine Brille aufsetzte. „Dann zeigt mal her.“, sagte er schließlich. Schweigend legten sie die Aufsätze auf seinen Schreibtisch. Der Pastor blätterte einige Seiten durch, seine Augen liefen über die Worte, er nickte immer wieder. Schließlich legte er die Blätter ordentlich aufeinander, sah die drei an und seufzte. „Gut“, sagte er mahnend. „Ich hoffe, ihr habt verstanden, dass Respekt keine Phrase ist. Und dass Grenzen nicht zum Brechen da sind. Eure Arbeit hier zeigt, dass ihr es zumindest versucht habt. Das entbindet euch nicht von Verantwortung, aber es ist ein Anfang.“ Damit erhob er sich, nahm seinen Stuhl zur Hand und stellte diesen vor seinem Schreibtisch ab. „Aber wir wollen doch ganz sichergehen, dass ihr eure Lektion heute gelernt habt. Komm her, Nick.“ Er setzte sich auf den Stuhl und winkte Nick zu sich, wobei er auf sein Knie klopfte. Nick schluckte schwer. Sie hatten befürchtet, dass das passieren würde. Der alte Pastor war für seine harte Schule bekannt und wenn es um das Wort Gottes ging, kannte er kein Pardon. Aber einen kleinen Funken Hoffnung hatten sie dennoch, dass er es bei dem Aufsatz belassen würde.
Nick folgte der Aufforderung des Pastors und legte sich umständlich über den Schoß des Religionslehrers, dessen dicker Bauch ihm wenig Liegefläche bot. Der Pastor schlug sein Pyjamahemd nach oben und zog ihm die Hose und den Slip hinunter. Dann hielt er ihn mit der Linken fest und begann ihm mit der rechten Hand weit ausholend den Hintern zu versohlen. Die Schläge kamen von Anfang an hart und Nick zuckte merklich bei jedem Treffer. Er verzog das Gesicht, als das Brennen auf seinen Backen schnell zunahm. Die Hiebe mit der Tawse waren zwar schon einige Stunden her, doch die Haut war noch immer sensibel. Schon nach wenigen Schlägen färbte sich sein Hintern rot und er wurde immer unruhiger auf dem Schoß des Pastors. „Au. Auuu.“, jammerte er immer lauter bei jedem folgenden Treffer. Erst recht als der Pastor sich jetzt seiner Sitzfläche widmete und mit der Hand mittig beide Backen traf. Nick kniff die Backen zusammen und stöhnte bei jedem Schlag. Dann hatte er es geschafft und der Pastor entließ ihn von seinem Knie. Nick erhob sich langsam und zog sich vorsichtig Slip und Hose über den rotgehauenen Hintern. Dann ging er hinüber zu Luis und Paul.
„Luis, du bist an der Reihe.“, wählte der Pastor den Nächsten aus. Luis atmete einmal tief durch, dann nahm er Nicks Position über dem Knie des Pastors ein. Wie auch bei Nick zuvor, legte der Pastor seinen Blanken frei und fackelte nicht lange. Innerhalb kürzester Zeit färbte er ihm die Backen einheitlich rot und entfachte ein noch schlimmeres Brennen auf seinem Hintern, als mit der Tawse am Morgen. „Aaah. Autsch. Auuhuhu.“, klagte auch Luis immer mehr, als sich der Pastor seiner Sitzfläche zuwandte. Er versuchte seinen Hintern mit der Hand zu schützen, doch auch das stoppte Pastor Brenner. Erst als er schon glaubte, es nicht mehr aushalten zu können und verzweifelt versprach sich zu bessern, ließ der Lehrer von ihm ab und wischte sich schweratmend die Schweißperlen von der Stirn. Stöhnend erhob sich Luis von seinem Knie und rieb sich die glühenden Backen. „Ssaah.“, jammerte er und verzog das Gesicht, bevor er sich anzog und hinüber zu Nick stakste.
Jetzt war die Reihe an Paul. Ängstlich blickte dieser hinüber zum Pastor, der ihn ungeduldig zu sich winkte. Das lange Warten auf seine Strafe und das Mitansehen des Zappelns und Jammerns seiner Freunde unter den unnachgiebigen Schlägen des Pastors, ließen seine Knie zittern. Nick gab ihm einen Schubs und so stolperte er hinüber zum Pastor und legte sich über. Der Pastor entledigte ihn, mit geübter Hand, seiner Hose und Unterhose und rieb sich die Hände. Dann ging es los. In schneller Folge prasselten die festen Hiebe nur so auf Pauls Allerwertesten nieder, dass er sich, nach nur wenigen Minuten, schon hin und her wand und die Schenkel zusammenkniff. „Au, aaah!“, rief er schmerzgepeinigt und versuchte seinen Hintern aus der Schussfläche zu drehen. „Hiergeblieben!“, wies ihn der Pastor streng zurecht und schlug ihm zur Strafe noch fester auf den Poansatz und die Oberschenkel. Paul jaulte auf vor Schmerz und flehte ihn um Erbarmen an. „Bitte Pastor Brenner, aufhören. Biiitte, aaau!“ Er zappelte mit den Beinen, so dass sein bestes Stück wild umherschwang. Doch erst als sein Hintern genauso rot leuchtete, wie der seiner Freunde, beendete der Lehrer auch seine Strafe und er war entlassen. Sich den wunden Hintern reibend, humpelte er zurück zu Nick und Luis und reihte sich neben ihnen ein.
Pastor Brenner stand auf, trat einen Schritt zurück. „Ihr könnt gehen. Ab auf euer Zimmer. Morgen fangen wir wieder von vorne an – mit Unterricht, nicht mit Chaos.“ Die drei nickten, erleichtert, wenn auch mit schmerzverzerrten Gesichtern. Sie drehten sich um und verließen das Zimmer, jeder mit einem leichten Grinsen, das trotz aller Strenge des Tages durchblitzte. Auf dem Flur flüsterte Nick: „Also… zehn Seiten Respekt. Nie wieder.“ Luis lachte leise. „Sag niemals nie. Aber für heute… ja, definitiv.“ Paul schüttelte den Kopf, doch ein kleines Lächeln huschte auch über sein Gesicht. „Heute haben wir überlebt. Mehr nicht.“ Sie liefen zurück zu ihrem Zimmer, den Kopf noch halb gesenkt, aber das Funkeln in ihren Augen verriet, dass der rebellische Funke längst nicht erloschen war. Der Kampf um Grenzen, Respekt und ein bisschen Chaos ging weiter — und das wussten sie.
Fortsetzung folgt…



Ein Kommentar
Robbie
Wieder eine mitreißende Geschichte!
Es ist zwar schon vom Titel her klar, was so passieren wird, aber es ist doch irgendwie immer spannend dieses Spiel mit dem Feuer mitzuerleben.
Ich finde die Wirkung der Tawse sehr gut beschrieben, aber noch besser gefiel mir die Schilderungen über die Abreibungen über dem Knie. Es trifft einfach meine Vorstellung einer erzieherischen Strafe, die deutlich, aber nicht übertrieben ist, einfach so gut!
Mit der Hand zu versohlen ist nicht brutal, aber wird dann trotzdem am Ende durchaus effektiv, wenn es richtig gemacht wird und die Möglichkeit, jemanden gut festzuhalten, ist halt über dem Knie am allerbesten gegeben.
Sehr fies übrigens auch die Extrastrafe mit den Aufsätzen!