Four schoolgirls in uniforms fundraising outside a church with an elderly woman and man
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Die Hauswirtschaftsschule Vlll

Fortsetzung der Hauswirtschaftsschule I – VI…

Das Internat der Hauswirtschaftsschule St. Agatha war für seine Strenge bekannt. Hinter den alten Mauern galt ein fester Tagesablauf: Morgengebet, Unterricht, Arbeiten im Haushalt, Abendandacht. Die Nonnen erwarteten Disziplin, Bescheidenheit und tadelloses Benehmen von allen Schülerinnen.

Doch eine Schülerin schien geradezu dafür geschaffen zu sein, diese Ordnung ständig durcheinanderzubringen: Liane. Sie war erst seit wenigen Monaten in St. Agatha, hatte sich aber bereits einen zweifelhaften Ruf erarbeitet. Ihre streng religiösen Eltern hatten sie ins Internat geschickt, nachdem sie immer wieder mit Jungen erwischt worden war und sich zuhause zunehmend widerspenstig gezeigt hatte. Sie hatten gehofft, die strenge Erziehung der Nonnen würde ihre Tochter zur Vernunft bringen. Doch Liane dachte gar nicht daran, sich einfach unterzuordnen. Sie war frech, schlagfertig und ständig zu neuen Streichen aufgelegt. Einmal hatte sie heimlich blaue Tinte in das Weihwasser gemischt, sodass nach dem Morgengebet ein heilloses Durcheinander entstand, nachdem die Nonnen ihre blauverschmierten Gesichter und Hände bemerkt hatten. Ein anderes Mal hatte sie ein frivoles Bild im Nähunterricht gezeichnet. Besonders Schwester Mathilde wurde regelmäßig zur Zielscheibe ihrer kleinen Provokationen.

Gemeinsam mit ihren Freundinnen Amy und Mary saß sie oft abends im Schlafsaal und grinste unschuldig, während draußen die Nonnen rätselten, wer schon wieder Unruhe gestiftet hatte. Sie waren alle etwa im selben Alter, doch ihre Gründe, nach St. Agatha geschickt worden zu sein, unterschieden sich deutlich. Amy war eher still und zurückhaltend. Sie war dort, weil ihre Eltern hofften, sie könne mehr Disziplin lernen. Mary wiederum hatte das Internat freiwillig gewählt, auch wenn sie schnell merkte, dass das Leben hinter den Mauern härter war, als sie erwartet hatte.

Die Nonnen duldeten keinerlei Widerspruch. Schwester Beatrix überwachte die Schlafsäle mit Adleraugen, Schwester Helena kontrollierte die Uniformen und Fingernägel, und wer beim Gebet kicherte oder im Unterricht träumte, musste mit Zusatzarbeiten rechnen. Doch über allen stand die Mutter Oberin — eine hochgewachsene Frau mit strenger Stimme und eisigem Blick, die dafür bekannt war, schwere Vergehen persönlich zu bestrafen. Erst wenige Wochen zuvor hatte es Liane getroffen, die beim Schwänzen der Sonntagsschule rauchend erwischt worden war. Zwei Dutzend Rutenhiebe im Büro der Mutter Oberin waren die Folge gewesen und Liane hatte sich geschworen nie wieder zu rauchen. Doch nachdem die Spuren auf ihren drallen Backen und die Sitzbeschwerden verschwunden waren, kehrte das freche Funkeln in Lianes Augen zurück.

Der Herbst hielt Einzug rund um die Hauswirtschaftsschule St. Agatha. Kalter Wind zog durch die alten Gemäuer und die Schülerinnen rückten in den Schlafsälen näher zusammen, sobald abends die Heizungen schwächer wurden. Für viele war die schwierigste Zeit des Monats jedoch nicht die Kälte, sondern das knappe Taschengeld. Die Nonnen vertraten die Ansicht, junge Frauen sollten Bescheidenheit lernen. Deshalb erhielt jede Schülerin nur wenige Münzen pro Woche — gerade genug für Briefmarken, Haarspangen oder gelegentlich etwas Süßes aus dem kleinen Laden im Dorf. Vor allem Liane fand das unerträglich. „Drei Wochen trockene Kekse in der Tasche und nicht mal genug Geld für richtige Schokolade, außer an Feiertagen“, beschwerte sie sich eines Abends und ließ sich dramatisch auf ihr Bett fallen. Amy lachte leise. „Vielleicht ist genau das der Sinn.“ Doch Liane erklärte nur trocken: „Dann ist der Sinn dumm.“ Mary blickte vorsichtig zur Schlafsaaltür. „Sag sowas nicht so laut.“ Doch Liane hatte bereits diesen besonderen Gesichtsausdruck bekommen — jenes schelmische Funkeln, das Amy und Mary inzwischen nur zu gut kannten. „Ich habe da eine Idee.“ Das allein reichte schon, damit Mary nervös wurde.

Zwei Tage später standen die drei jungen Frauen geschniegelt vor der kleinen Dorfkirche. Sie trugen ihre ordentlichen Schulmäntel und hielten eine schlichte Holzdose in den Händen. „Wofür sammeln wir eigentlich genau?“, fragte Amy noch einmal unsicher. Liane zuckte mit den Schultern. „Für gute Zwecke.“ Amy hob eine Augenbraue. „Das ist keine richtige Antwort.“ Liane zwinkerte ihr zu. „Muss es auch nicht sein.“ Und tatsächlich stellte kaum jemand Fragen. Die Kirchgänger sahen die Uniformen der Hauswirtschaftsschule und nahmen automatisch an, die Sammlung sei für die Kirche oder irgendein wohltätiges Projekt. Manche lächelten freundlich, andere warfen schweigend Münzen oder sogar Scheine in die Dose. „Für die armen Kinder?“, fragte eine ältere Dame. Liane lächelte so unschuldig, dass selbst Schwester Mathilde vermutlich kurz gezögert hätte. „Vielen Dank für Ihre Unterstützung.“ Der Pastor wiederum bemerkte die drei nur flüchtig nach dem Gottesdienst. Als er die Sammeldose sah, nahm er an, die Aktion sei von der Schule organisiert worden. „Schön zu sehen, dass St. Agatha sich engagiert“, sagte er zufrieden. „Ja, Pater“, antwortete Mary mit leicht schlechtem Gewissen.

Erst später, zurück im Schlafsaal, kippten die drei den Inhalt der Dose auf eine Decke aus. Münzen rollten klirrend über das Bett. Dazwischen lagen mehrere zusammengefaltete Scheine. Amy starrte darauf. „Das… ist viel mehr als ich dachte.“ Mary wirkte nervös. „Vielleicht sollten wir wenigstens einen Teil wirklich spenden.“ Liane saß im Schneidersitz davor wie eine siegreiche Räubertochter. „Und dann? Wieder wochenlang trockene Kekse essen?“ Sie grinste breit. „Nein danke.“ Mary seufzte. „Das ist eigentlich Betrug“, murmelte sie. „Es ist eher ein… Missverständnis.“, antwortete Liane keck. Amy begann trotz ihres schlechten Gewissens zu lachen. Noch am selben Wochenende schmuggelten die drei, heimlich Süßigkeiten, Accessoires und sogar eine kleine Flasche Parfüm ins Internat. Natürlich blieb ein solcher Geldsegen nicht lange unbemerkt. Schwester Helena runzelte bereits misstrauisch die Stirn, als sie Amy mit einer neuen Haarspange sah. Und Schwester Beatrix beobachtete Liane seit Tagen mit wachsendem Verdacht. Denn wenn irgendwo in St. Agatha etwas nicht mit rechten Dingen zuging, führte die Spur früher oder später fast immer zu Liane.

Der Donner grollte draußen über den Hügeln, während im Nähsaal der Hauswirtschaftsschule St. Agatha konzentrierte Stille herrschte. Nur das rhythmische Klappern der Nähmaschinen und das gelegentliche Rascheln von Stoff war zu hören. Liane hingegen langweilte sich entsetzlich. „Wenn ich noch einen einzigen Kissenbezug nähen muss, laufe ich davon“, murmelte sie leise. Amy unterdrückte ein Lachen, während Mary nervös zur Tür blickte. Seit Tagen lebten die drei mit dem unguten Gefühl, dass ihre kleine Sammelaktion vielleicht doch nicht so unbemerkt geblieben war, wie Liane behauptet hatte. Dann öffnete sich plötzlich die Tür. Schwester Beatrix trat ein. Schon ihr Gesichtsausdruck ließ mehrere Schülerinnen sofort gerader sitzen. „Liane. Amy. Mary“, sagte sie knapp. „Mitkommen.“ Die drei erstarrten. „Jetzt?“, fragte Amy vorsichtig. „Sofort.“ Keine weitere Erklärung. Während dutzende neugierige Augen ihnen folgten, standen die drei auf und verließen den Raum. Ihre Schritte hallten unangenehm laut über die langen Flure. „Vielleicht geht es um die kaputte Fensterscheibe“, flüsterte Liane. „Welche kaputte Fensterscheibe?!“, zischte Mary entsetzt. „Die von letzter Woche.“ Mary wurde kreidebleich. Doch spätestens als Schwester Beatrix wortlos die Treppe zum Verwaltungsflügel hinaufstieg, begriffen alle drei, dass es um etwas Ernsteres ging. Das Büro der Mutter Oberin. Lianes Magen zog sich zusammen. Vor der schweren Holztür blieb Schwester Beatrix stehen. „Anklopfen.“ Amy hob zögernd die Hand und klopfte leise. „Herein.“ Die Stimme der Mutter Oberin war ruhig — und genau das machte sie noch beängstigender. Die drei traten ein.

Das Büro roch nach Kerzenwachs und alten Büchern. Hinter dem massiven Schreibtisch saß die Mutter Oberin kerzengerade, die Hände gefaltet. Neben ihr lag ein kleines Notizbuch. Ihr Blick ruhte bereits auf den Mädchen. Nicht streng. Schlimmer. „Schließt die Tür.“ Mary tat es mit zittrigen Fingern. Im Büro herrschte bedrückende Stille. Der Regen prasselte gegen die hohen Fenster, während Liane, Amy und Mary unsicher vor dem Schreibtisch der Mutter Oberin standen. Für einen Moment sagte niemand etwas. Dann sprach die Mutter Oberin langsam: „Der Pastor war heute zu Besuch.“ Liane spürte sofort, wie ihr das Herz in die Hose rutschte. „Er dankte mir ausdrücklich für das vorbildliche Engagement unserer Schülerinnen bei der Sammlung vor der Kirche.“ Stille. „Ich wusste allerdings“, fuhr die Mutter Oberin fort, „von keiner solchen Sammlung.“ Jetzt hob sie den Blick direkt zu ihnen. „Möchte mir jemand erklären, wofür genau ihr drei Geld gesammelt habt?“ Keiner antwortete. Die Mutter Oberin wartete geduldig. „Nun?“ Amy blickte sofort zu Boden. Mary rang nervös die Hände. Nur Liane hob trotzig das Kinn. „Da muss der Pastor sich wohl geirrt haben.“ Amy starrte sie erschrocken an. Die Mutter Oberin blieb vollkommen ruhig. Gerade das machte sie so furchteinflößend. „Geirrt?“, hakte sie nach. „Vielleicht hat er andere Schülerinnen gesehen“, sagte Liane schnell. „Wir waren jedenfalls nicht—“ Die Mutter Oberin hob die Hand. „Genug.“ Sie öffnete langsam eine Schublade ihres Schreibtisches. Daraus zog sie eine kleine Holzdose hervor. Sofort wurde Liane bleich. Es war dieselbe Sammeldose. „Schwester Beatrix fand diese heute Morgen unter deinem Bett“, sagte die Mutter Oberin. „Darin befanden sich noch mehrere Münzen und ein Zettel mit den notierten Beträgen.“ Jetzt wusste jede der drei, dass jedes Leugnen zwecklos war. Mary begann bereits leise zu weinen. Die Mutter Oberin erhob sich langsam. „Ihr habt nicht nur gelogen. Ihr habt das Vertrauen der Gemeinde missbraucht. Und ihr habt Geld angenommen unter falschen Voraussetzungen.“ Amy hatte Tränen in den Augen. Mary sah aus, als würde sie am liebsten im Boden versinken. Liane dagegen hielt den Blick der Mutter Oberin tapfer aus, obwohl ihr Inneres längst nicht mehr so mutig war wie sonst. „Weißt du“, sagte die Mutter Oberin schließlich, „was mich am meisten enttäuscht, Liane?“ Keine Antwort. „Dass ich nicht überrascht bin.“ Diese Worte trafen Liane härter als jede Strafpredigt.

Die Mutter Oberin nahm das kleine Notizbuch zur Hand und schlug es langsam auf. „Ihr drei werdet das gesammelte Geld vollständig zurückgeben. Außerdem werdet ihr den Pastor persönlich um Verzeihung bitten.“ Sie machte eine kurze Pause. „Und dann sprechen wir über angemessene Konsequenzen für dieses Verhalten.“ Jetzt wurde selbst Liane blass. Die Mutter Oberin trat an einen schmalen Schrank neben dem Fenster und öffnete ihn. Darin lagen mehrere alte Strafinstrumente der Schule — streng geordnet und sichtbar gepflegt. Amy bekam sofort zitternde Knie. Die Mutter Oberin nahm einen langen Rohrstock heraus. „Für schwere Vergehen wie diese sieht die Ordnung von St. Agatha den Stock vor.“ Der Rohrstock selbst wirkte unscheinbar: ein dünner, glatter Stock aus hellem Holz. Doch allein das Geräusch, als ihn die Mutter Oberin prüfend durch die Luft schlug, ließ Amy erschrocken zusammenfahren. Liane spürte, wie sich ihr Magen zusammenkrampfte. Normalerweise hätte sie irgendeinen frechen Kommentar gemacht. Doch diesmal brachte sie kein Wort heraus. „Zwölf Hiebe für jede.“, entschied die Mutter Oberin. Mary schluchzte laut auf. Amy neben ihr zitterte sichtbar.

Kurz darauf standen die drei nebeneinander, mit hochgeschlagenen Röcken und heruntergezogenen Höschen, über den Schreibtisch der Mutter Oberin gebeugt, beaufsichtigt von Schwester Beatrix und Schwester Helena. Die Mutter Oberin duldete keinerlei Diskussion. Der Rohrstock pfiff scharf durch die Luft. Der erste Hieb traf Liane hart und ließ sie sofort zusammenzucken. Ein brennender Schmerz zog über ihre Haut und hinterließ eine Gänsehaut. Wieder traf sie der Stock hart quer über beide Backen und sie sog hörbar die Luft ein. Sie wollte sich keine Schwäche anmerken lassen. Beim dritten biss sie bereits die Zähne zusammen und wackelte mit dem Hintern. Unbeirrt schlug die Mutter Oberin fest zu und ließ zwischen den einzelnen Schlägen genau so viel Zeit, dass sich der Schmerz maximal ausbreiten konnte. Mit jedem weiteren Schlag wich Lianes aufgesetzte Selbstsicherheit mehr der schmerzhaften Realität der Strafe. Ihre Hände krampften sich zusammen, ihre Schultern spannten sich an und irgendwann standen ihr Tränen in den Augen, obwohl sie verzweifelt versuchte, sie zurückzuhalten. Die Mutter Oberin schlug ein weiteres Mal zu und platzierte den Stock genau unterhalb der Pobacken. Liane schoss nach oben und hielt ihre brennenden Backen. „Aaauhuhu. Tränen liefen ihr über die Wangen. „Vorbeugen. Oder ich beginne von vorn.“, ermahnte sie die Mutter Oberin kalt und Liane beugte sich wieder über den Schreibtisch. Nach dem 6. Schlag wechselte die Nonne hinüber zu Amy.

Amy hielt deutlich weniger lange durch. Schon nach zwei Hieben schluchzte sie offen und schrie bei jedem weiteren Treffer auf, während Mary kaum stillstehen konnte vor Zittern. Schon der erste Schlag erzeugte eine dick aufgeschwollene, rote Doppelstrieme auf ihrer sonst makellosen weißen Haut. „Aaauuu.“, heulte Mary auf und ihre Backen bebten. Schwester Beatrix trat sofort hinzu und ergriff ihre Handgelenke. Unfähig zu entkommen, erhielt Mary einen festen Hieb nach dem anderen. Ihre Backen bebten und die Beine drohten ihr zu versagen. Doch auch sie erhielt sechs Hiebe, wie schon die anderen beiden zuvor.

Dann wechselte die Mutter Oberin zurück zu Liane. Die steif jeden Muskel anspannte, als der Stock erneut durch die Luft zischte. „Aaah.“, schrie sie auf und umklammerte die Tischkante. Musik in den Ohren der Mutter Oberin, die nur noch fester zuschlug. Sie führte die Strafe ohne Hast und ohne sichtbare Wut aus — streng, kontrolliert und unerbittlich. Strieme um Strieme erblühte auf Lianes herausgestreckten Backen und sie musste alle Mühe aufbringen, um ihre Position zu halten. Als die zwölf Hiebe beendet waren, glaubte Liane bereits, die Strafe sei vorbei. Die Striemen brannten heftig, jeder Atemzug erinnerte daran. Auch Amy und Mary schluchzten ununterbrochen neben ihnen und rieben ihre schmerzenden Hinterteile.

Die Mutter Oberin legte den Rohrstock ruhig beiseite. „Und nun“, sagte sie streng, „die Strafe für den Diebstahl.“ Schwester Beatrix und Schwester Helena traten vor. Nacheinander wurden die drei jungen Frauen über das Knie gelegt und festgehalten. Die Demütigung traf sie fast ebenso hart wie die Schmerzen zuvor. Schwester Beatrix hielt ihre Handgelenke fest, Schwester Helena ihre Fußgelenke, während die Mutter Oberin ihnen die Hintern nach Strich und Faden versohlte. Liane stöhnte und jammerte schon ab dem ersten Schlag unter der festen Hand der strengen Nonne. Die Schläge auf ihre verstriemten Backen vervielfachten den Schmerz so sehr, dass sie schon nach kurzer Zeit glaubte, es nicht mehr aushalten zu können. Ihr Hintern glühte und hatte ein einheitliches Dunkelrot angenommen. Amy und Mary erging es nicht anders. Die beiden Nonnen hatten alle Mühe sie festzuhalten, während sie ihren Schmerz hinausschrien. Schluchzend und ihre brennenden Hintern reibend, wurden sie von der Mutter Oberin anschließend in die Ecke geschickt, um über ihr Verhalten nachzudenken. In einer Reihe nebeneinanderstehend, mit hochgeschobenen Röcken, die Höschen um die Knöchel baumelnd, beruhigten sie sich langsam und sehnten das Ende der Strafe herbei. 

Dann nahm die Mutter Oberin die schwere Tawse — den mehrfach geschlitzten Lederriemen — zur Hand. „Umdrehen.“, forderte die Mutter Oberin die drei auf. Liane bückte sich hinunter, um ihr Höschen hochzuziehen, während sie sich zu ihr umwand und erstarrte. „Hände vor.“, wies sie die Mutter Oberin streng an. Amy begann erneut zu weinen und Mary flehte sie an. „Bitte nicht noch mehr. Bitte, es tut uns doch leid…“ Doch die Mutter Oberin ließ keine Diskussion zu. „Hände vor.“, wiederholte sie ungeduldig. „Oder ihr könnt euch gleich noch einmal über den Schreibtisch bücken.“ Die drei schluckten schwer und hoben zögerlich die Handflächen zum Himmel. Schwester Beatrix und Schwester Helena korrigierten ihre Haltung. Dann setzte die Mutter Oberin die Strafe fort. Die Schläge auf die Handflächen waren kurz, hart und brennend. Jeder einzelne ließ die Mädchen zusammenzucken. Mary rang nach Luft, Amy schluchzte offen und selbst Liane konnte schließlich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Ihre Handflächen brannten schnell genauso wie ihre Hinterteile und leuchteten kirschrot.

Nachdem die Strafe beendet war, herrschte im Büro bedrückende Stille. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen, doch das leise Tropfen draußen am Fenster war noch zu hören. Liane, Amy und Mary standen erschöpft nebeneinander, bemüht, ihre Haltung zu bewahren. Die Mutter Oberin legte die Tawse langsam beiseite und betrachtete die drei lange. „Vielleicht“, sagte sie schließlich ruhig, „lernt ihr nun endlich, dass Ehrlichkeit und Verantwortung keine leeren Worte sind.“ Liane senkte schweigend den Blick. Zum ersten Mal seit langer Zeit fiel ihr keine freche Antwort mehr ein. „Ja, Mutter Oberin.“ Diese nickte. „Ich hoffe“, sagte sie schließlich mit ruhiger, strenger Stimme, „dass euch nun klar geworden ist, wie ernst euer Verhalten war.“ Keine der drei antwortete. Amy wischte sich verstohlen Tränen aus dem Gesicht. Mary blickte weiterhin auf den Boden. Selbst Liane wirkte ungewohnt kleinlaut. Die Mutter Oberin trat einen Schritt näher. „Ihr seid junge Frauen“, sagte sie. „Keine kleinen Kinder mehr. Ehrlichkeit, Anstand und Verantwortungsbewusstsein sollte für euch selbstverständlich sein. Stattdessen habt ihr Menschen getäuscht, die euch vertraut haben.“ Liane schluckte schwer. „Ich werde in Zukunft keinen weiteren Ungehorsam dieser Art dulden“, fuhr die Mutter Oberin fort. „Und ich erwarte, dass ihr euch von nun an brav und ordentlich verhaltet.“ Fast gleichzeitig murmelten Amy und Mary: „Ja, Mutter Oberin.“ Nach kurzem Zögern antwortete auch Liane leise: „Ja, Mutter Oberin.“ Die Nonne nickte knapp. „Gut. Morgen früh werdet ihr drei den Pastor aufsuchen und euch persönlich bei ihm entschuldigen. Und ihr werdet ihm die Wahrheit über die Sammlung sagen.“ Mary wurde blass bei dem Gedanken. Doch die Mutter Oberin war noch nicht fertig. „Außerdem“, sagte sie streng, „wird sämtliches zu Unrecht erhaltenes Geld vollständig zurückgezahlt. Bis die gesamte Summe abgearbeitet ist, erhaltet ihr keinerlei Taschengeld mehr.“ Jetzt hob selbst Liane überrascht den Kopf. Amy stöhnte leise auf. „Aber das dauert Monate…“, warf Liane ein. „Dann“, erwiderte die Mutter Oberin kühl, „werdet ihr viele Monate Zeit haben, über euer Verhalten nachzudenken.“ Für einen Moment wagte niemand etwas zu sagen. Dann deutete die Mutter Oberin zur Tür. „Ihr dürft gehen.“

Die drei Mädchen verließen schweigend das Büro. Erst draußen auf dem langen Flur atmete Mary zittrig aus. „Kein Taschengeld mehr“, murmelte sie verzweifelt. Amy nickte bedrückt. Liane lehnte sich langsam gegen die Wand. Ihr üblicher Trotz war noch nicht ganz verschwunden, doch diesmal wirkte selbst sie ernster als sonst. „Na großartig“, sagte sie schließlich mit einem schiefen Seufzer. „Jetzt sind wir offiziell die ärmsten Schülerinnen von ganz St. Agatha.“

Für die drei war die Strafe nicht nur körperlich schmerzhaft gewesen, sondern auch beschämend. In St. Agatha galt eine Vorladung zur Mutter Oberin bereits als gefürchtet — eine solche Bestrafung erst recht.

Ein Kommentar

  • Robbie

    Auch wenn das knappe Taschengeld einen verständlichen Grund dafür bietet, warum die drei Mädels zusehen wollten, wo es andere Einnahmenquellen gäbe, so ist es dennoch moralisch echt unterste Schublade Spendengelder zu veruntreuen. Dass es dafür ordentlich Strafe setzt war klar und war absolut gerecht.

     

    Die Heftigkeit jedoch hat mich dann doch überrascht, aber ich habe es natürlich sehr genossen. Ziemlich heiß fand ich die Vorstellung, wie die drei Nonnen zusammenarbeiteten, eine die Fuß- und eine die Handgelenke fixierte und die dritte das Hinternversohlen selbst übernahm. Das muss auf einem bereits durchgestriemten Hintern ja sowas von brennen!

    Gut möglich, dass nach so einem Ausklatschen auch in echt so geschrien worden wäre, wie von Dir in der Geschichte beschrieben.

     

    Und dann auch noch Nachschlag mit der Tawse auf die Handflächen! Was mich vielleicht als Leser noch interssiert hätte, wäre gewesen, wie sich die Handflächen nach so einer Behandlung anfühlen. Vielleicht beim nächsten Mal!? 😉

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