Ein Tag voller Regeln und Konsequenzen IV
Es war Freitagabend und Claudia und Luisa hatten nach Luisas Prüfungsphase in der Uni endlich mal wieder einen Mädelsabend geplant. Edward lehnte im Türrahmen der Wohnung und beobachtete, wie Luisa und Claudia ein letztes Mal ihre Outfits im Spiegel kontrollierten. „Sitzt die Top? Nicht zu knapp?“, fragte Claudia und drehte sich einmal im Kreis. Luisa grinste. „Du fragst das jetzt schon zum dritten Mal. Ja, es sitzt.“ Claudia strahlte. „Gut. Dann können wir endlich los.“ Edward schmunzelte, bis Luisa nach ihrer Handtasche griff und ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange gab. „Wir sind spätestens um Mitternacht wieder da“, sagte sie. Er hob eine Augenbraue. „Das hast du ausgesprochen schnell versprochen.“ Luisa verdrehte kurz innerlich die Augen. „Weil ich weiß, dass ich morgen pünktlich um 12 Uhr in der Uni sein muss, zur Besprechung meiner Bachelorarbeit mit dem Professor.“, erwiderte sie. „Das verpasse ich bestimmt nicht.“ Edward nickte ernst. „Genau deshalb. Ihr könnt feiern, tanzen und Spaß haben – aber um Mitternacht seid ihr auf dem Heimweg. Morgen ist kein Tag, an dem du völlig übermüdet oder mit einem Kater in der Besprechung sitzen solltest.“ Claudia lächelte zustimmend. „Keine Sorge. Ich passe schon auf sie auf.“ Empört protestierte Luisa: „Hey! Ich kann sehr gut auf mich selbst aufpassen.“ Edward sah sie ernst an. „Das hoffe ich. Und falls etwas ist, ruft mich an. Einfach Bescheid sagen.“ Luisa nickte ohne zu zögern. „Versprochen.“ Claudia nickte ebenfalls. „Das machen wir.“ Edward sah beide noch einen Moment an. „Habt einfach einen schönen Abend.“ Irgendetwas ließ ihn zögern, obwohl er selbst nicht genau sagen konnte, weshalb. „Den werden wir haben!“, rief Luisa lachend. Gemeinsam verschwanden die beiden Freundinnen aus der Wohnung. Wenige Sekunden später hörte Edward unten die Haustür ins Schloss fallen und das fröhliche Lachen der beiden auf der Straße. Er schloss die Tür, räumte noch zwei Gläser in die Spülmaschine und setzte sich schließlich mit einem Buch auf das Sofa. Dabei musste er unwillkürlich lächeln. Luisa freute sich seit Tagen auf diese Party. Es tat ihr gut, nach den anstrengenden Wochen an der Universität einmal abzuschalten.
Währenddessen waren Luisa und Claudia bereits auf dem Weg zur Straßenbahn. „Endlich Wochenende“, sagte Claudia zufrieden. „Und endlich mal keine Vorlesungen, keine Hausarbeiten und keine Prüfungen für einen Abend.“, stimmte Luisa ihr zu. „Aber Edward hat recht“, meinte Claudia. „Morgen solltest du trotzdem fit sein.“ Luisa winkte lachend ab. „Keine Sorge. Ein paar Cocktails werden mich schon nicht umhauen.“ Claudia lachte laut auf. „Das hast du letztes Mal auch gesagt.“ Luisa rollte die Augen. „Diesmal meine ich es ernst.“, versicherte sie. Als die Bahn einfuhr, stiegen sie ein. Die Waggons waren voller junger Menschen, viele ebenfalls auf dem Weg in Bars oder Clubs. Musik drang aus kleinen Lautsprechern, irgendwo wurde gelacht und angestoßen. Die Vorfreude der beiden stieg mit jeder Haltestelle. Eine halbe Stunde später standen sie vor dem Club. Bunte Lichter spiegelten sich auf dem Asphalt, aus dem Inneren drangen laute Bässe bis auf die Straße. „Bereit?“, fragte Claudia. Luisa grinste breit. „Mehr als bereit.“ Kaum hatten Luisa und Claudia den Club betreten, wurden sie von der Atmosphäre mitgerissen. Lichtkegel tanzten über die Menge, der Bass vibrierte bis in den Boden und überall wurde gelacht, getanzt und angestoßen. „Das ist genau das, was wir gebraucht haben!“, rief Luisa gegen die Musik an. Claudia nickte. „Nach den letzten Wochen auf jeden Fall.“ Sie gaben ihre Jacken an der Garderobe ab und mischten sich unter die Tanzenden.
Die ersten Stunden vergingen wie im Flug. Sie sangen bei bekannten Liedern laut mit, lachten über missglückte Tanzschritte und machten zwischendurch Erinnerungsfotos, die wahrscheinlich genauso verschwommen waren wie der Abend selbst. An der Bar bestellte Luisa zwei Cocktails. „Auf einen freien Abend!“, rief Luisa. „Und auf morgen ohne Kater“, ergänzte Claudia grinsend. Sie stießen an. Aus einem Cocktail wurden zwei, aus zweien drei. Während Claudia zwischendurch immer wieder ein Wasser bestellte, schien Luisa jeden neuen Drink als Einladung zu sehen, den nächsten gleich hinterher zu probieren. „Der ist gut!“, sagte sie begeistert und stellte ihr leeres Glas auf den Tresen. „Ich glaube, ich nehme noch einen.“ Claudia sah sie skeptisch an. „Langsam. Denk an morgen.“ Luisa winkte ab. „Ach was. Ich kenne mein Limit. Das passt schon.“ Claudia wurde ernst. „Du hast Edward versprochen, pünktlich zu Hause zu sein.“ Doch Luisa wollte nichts davon hören. „Ja, ja.“, rief sie und mischte sich wieder unter die Tanzenden. Eine Stunde später standen sie auf der Tanzfläche. Luisa lachte lauter als sonst, fiel Claudia mehrmals um den Hals und tanzte ausgelassen mit einer Gruppe anderer Partygäste. Claudia bemerkte inzwischen deutlich, dass ihre Freundin angetrunken war. Als Luisa später mit einem weiteren bunten Cocktail zurückkam, verschränkte Claudia die Arme. „Sag mal… wie viele waren das jetzt eigentlich?“ Luisa blickte nachdenklich in ihr Glas. „Keine Ahnung.“, antwortete sie. „Das ist keine gute Antwort.“, entgegnete Claudia. Luisa zuckte mit den Schultern. „Jetzt komm schon, du Spaßbremse, heute feiern wir. Wo ist meine beste Freundin von früher, mit der ich jede Nacht durchgetanzt habe?“ Claudia schmunzelte, blieb aber ernst. „Du hast morgen die Besprechung an der Uni. Wenn du so weitermachst, wirst du es bereuen.“, erinnerte sie Luisa. „Morgen ist morgen.“, rief Luisa unbekümmert und schwang ihre Hüften zum Takt der Musik. „Und jetzt ist heute.“, konterte Claudia. „Eben! Deshalb genieße ich heute.“, lachte Luisa. Claudia seufzte. Sie wusste, dass Diskussionen mit einer gut gelaunten Luisa selten erfolgreich waren. Die Musik wechselte erneut, und Luisa zog ihre Freundin lachend zurück auf die Tanzfläche.
Kurz vor Mitternacht warf Claudia einen Blick auf ihr Handy. 23:56 Uhr. Sie tippte Luisa auf die Schulter. „Wir sollten langsam los.“, erinnerte sie sie. „Was?“, rief Luisa gegen die laute Musik an. „Mitternacht. Wir sollten nach Hause gehen.“ Luisa runzelte die Stirn. „Jetzt? Gerade wird es doch erst richtig gut.“ Claudia hatte geahnt, dass es so kommen würde. „Wir haben es versprochen.“, versuchte sie es erneut. „Ach, zehn Minuten.“, bat Luisa. „Aus zehn Minuten werden bei dir schnell zwei Stunden.“, antwortete Claudia bestimmt. Luisa verschränkte die Arme. „Du klingst schon wie Edward.“, entgegnete sie trotzig. „Vielleicht, weil er recht hatte.“, erwiderte Claudia. „Ach komm schon… wir bleiben einfach noch.“, bettelte Luisa. „Nein.“, antwortete Claudia. „Doch.“ Claudia wiederholte ihren Standpunkt erneut. „Nein.“ Luisa verzog das Gesicht wie ein trotziges Kind. „Du bist heute echt langweilig.“, meckerte sie genervt. „Und du bist ziemlich betrunken.“, konterte Claudia. „Gar nicht wahr.“ Sie machte einen Schritt nach vorn und musste sich sofort am Bartresen festhalten. Claudia hob nur eine Augenbraue. „Das war der überzeugendste Gegenbeweis überhaupt.“ Luisa lachte. „Okay… vielleicht ein kleines bisschen.“ Claudia griff nach Luisas Hand. „Wir fahren jetzt.“, entgegnete sie bestimmt. Doch Luisa reagierte blitzschnell und zog ihren Arm zurück. „Und wenn Edward zustimmt?“ Claudia überlegte, dann nickte sie. „Gut. Ruf ihn an. Wenn er sagt, es ist in Ordnung, bleiben wir.“ Triumphierend sah Luisa sie an. „Abgemacht.“ Sie zog ihr Handy aus der Handtasche und ging ein paar Schritte zur Seite. Sie öffnete Edwards Kontakt, hielt den Finger jedoch nicht auf den Anrufknopf. Stattdessen tippte sie auf die Mailboxfunktion. Nach wenigen Sekunden erklang die automatische Ansage. Luisa wartete einen Moment, ohne etwas zu sagen, beendete die Verbindung und steckte das Handy grinsend wieder ein. „Na?“, fragte Claudia neugierig, als sie zurückkam. „Alles gut.“, antwortete Luisa zufrieden lächelnd. „Und was hat er gesagt?“, hakte Claudia nach. „Edward meinte, wir können ruhig länger bleiben.“, entgegnete Luisa. „Wirklich?“ Claudia konnte es kaum fassen. „Ja. Er hat gesagt, ich soll einfach bei dir übernachten und dann von dir aus zur Uni fahren, wegen dem kürzeren Weg.“ Claudias Gesicht hellte sich auf. „Na, wenn das so ist… Dann holen wir uns noch etwas zu trinken.“ Luisa grinste breit. „Das wollte ich hören!“ Die beiden lachten, stießen erneut an und verschwanden wieder auf der Tanzfläche.
Edward hatte versucht, sich mit dem Buch abzulenken. Doch alle paar Minuten wanderte sein Blick zur Uhr. 23:45 Uhr. Er lächelte noch. Wahrscheinlich machten sich die beiden gerade auf den Weg. 23:58 Uhr. Er legte das Buch zur Seite. Punkt Mitternacht. Nichts. „Vielleicht warten sie noch auf die Straßenbahn“, murmelte er sich selbst zu. Um 00:10 Uhr nahm er schließlich sein Handy und rief Luisa an. Nach wenigen Sekunden meldete sich nur die Mailbox. Edward runzelte die Stirn. „Merkwürdig.“ Er wartete einige Minuten und versuchte es erneut. Wieder nur die Mailbox. Langsam machte sich ein ungutes Gefühl in ihm breit. Luisa hatte versprochen, sich zu melden, falls es später werden würde. Stattdessen erreichte er sie überhaupt nicht. Um 00:35 Uhr versuchte er es erneut. Diesmal erklang nach kurzer Zeit nur noch ein Piepen, wie wenn das Mobiltelefon ausgeschaltet ist. Edward stand auf und ging unruhig durchs Wohnzimmer. „Bitte nicht…“ In seinem Kopf spielten sich die unterschiedlichsten Szenarien ab. Vielleicht war der Akku leer. Vielleicht hatte sie das Handy verloren. Vielleicht war aber auch etwas passiert. Er griff erneut zum Telefon und suchte schließlich Claudias Nummer heraus. Beim ersten Versuch hob niemand ab. Beim zweiten ebenfalls nicht. Erst beim dritten Anruf meldete sich Claudia. „Hallo?“ Im Hintergrund hörte Edward gedämpfte Stimmen und das Klicken einer Wohnungstür ins Schloss. „Claudia? Wo seid ihr?“, fragte er sofort. „Bei mir zu Hause. Wir sind gerade angekommen.“ Edward schloss erleichtert kurz die Augen. „Ist Luisa bei dir?“ Claudias Antwort kam schnell. „Natürlich.“ Aufgebracht fragte Edward weiter: „Warum hat sie sich nicht gemeldet? Ich versuche seit über einer Stunde, sie zu erreichen.“ Am anderen Ende entstand eine kurze Pause. „Moment mal“, sagte Claudia langsam. „Sie hat doch erzählt, sie hätte mit dir telefoniert und du wärst einverstanden, dass wir länger bleiben und sie bei mir übernachtet.“ Edward schwieg einen Augenblick. „Ich habe heute Abend kein einziges Mal mit Luisa gesprochen.“ Jetzt wurde Claudia still. „Das… kann nicht sein.“, antwortete sie fassungslos. „Doch.“ Claudia dämmerte langsam, was passiert war. „Sie ist mit ihrem Handy kurz weggegangen. Danach kam sie zurück und sagte, du hättest zugestimmt.“ Edward antwortete ruhig, aber seine Stimme war deutlich kälter geworden. „Sie hat mich nie angerufen.“ Claudia atmete hörbar aus. „Dann hat sie mich angelogen.“ Man hörte, wie sie sich bereits in Richtung Wohnzimmer bewegte. „Ich rede sofort mit ihr.“, erklärte sie aufgebracht. „Nein.“, rief Edward. „Warte.“ Claudia blieb stehen. „Aber…“ Doch Edward unterbrach sie. „Ich komme zu euch. Bitte. Sag jetzt nichts zu ihr. Ich bin in zehn Minuten da.“ Er legte auf. Claudia blickte einen Moment schweigend auf ihr Handy. Enttäuschung und Ärger mischten sich in ihrem Gesicht. Dann stellte sie sich an die Wohnungstür und wartete.
Edward griff nach seinen Autoschlüsseln und verließ die Wohnung. Die nächtlichen Straßen waren fast leer. Während der Fahrt gingen ihm immer wieder dieselben Gedanken durch den Kopf. Nicht die verspätete Rückkehr machte ihn am meisten wütend. Es war die bewusste Täuschung. Sie hatte ihm ein Versprechen gegeben. Sie hatte Claudia belogen. Und während er sich die schlimmsten Sorgen gemacht hatte, hatte sie einfach unbeschwert weitergefeiert. Wenige Minuten später hielt er vor Claudias Haus. Sie öffnete ihm bereits, bevor er klingeln konnte. Keiner von beiden sagte zunächst etwas. „Sie ist im Wohnzimmer“, sagte Claudia schließlich knapp. Edward nickte nur und ging an ihr vorbei. Im Wohnzimmer brannte nur eine kleine Stehlampe. Luisa lag mehr auf dem Sofa, als dass sie darauf saß. Ein halb geleertes Wasserglas stand vor ihr auf dem Tisch. Als Edward eintrat, räusperte er sich. Luisa hob langsam den Kopf. Ihre Augen wurden groß. „Edward!“, rief sie überrascht, laut lallend. Sie lächelte breit und hob träge eine Hand. Dann fiel ihr Blick auf sein Gesicht. Das Lächeln verschwand. „Ooooh … Edward.“ Jetzt verstand sie, dass sie in Schwierigkeiten war. Trotzdem grinste sie schief. „Was machst du denn hier?“ Edward blieb vor ihr stehen. „Wie spät ist es?“, fragte er ernst. „Keine Ahnung.“ Luisa zuckte mit den Schultern. „Wann solltest du zu Hause sein?“, fragte er weiter. „Mitternacht.“, antwortete sie gedehnt. „Jetzt ist es um eins. Und warum hast du nicht Bescheid gesagt und bist nicht ans Telefon gegangen?“ Sie lehnte sich zurück. „Weil ich feiern wollte.“ Edwards Miene wurde finsterer bei dieser Gleichgültigkeit. „Und warum hast du Claudia erzählt, ich hätte zugestimmt, dass ihr länger bleiben könnt?“, hakte er nach. Luisa verdrehte die Augen. „Weil ich wusste, dass wir sonst hätten gehen müssen.“ Claudia verschränkte im Hintergrund die Arme. „Du hast mich bewusst belogen.“, fuhr sie aufgebracht dazwischen. „Ach, Claudia…“, winkte Luisa ab. „Nein“, unterbrach sie ihre Freundin. „Ich habe dir vertraut. Stattdessen hast du mich benutzt.“ Wieder winkte Luisa ab. „Jetzt macht doch nicht so ein Drama daraus.“ Edward sah sie unverwandt an. „Ich habe mir Sorgen gemacht.“, übernahm er das Gespräch erneut. „Selbst schuld“, entgegnete Luisa trotzig. „Ich bin erwachsen. Ich kann tun und lassen, was ich will.“ Sie stemmte sich von der Couch hoch. Im selben Moment geriet sie ins Schwanken. Mit einem unsicheren Schritt stolperte sie direkt auf Edward zu. Er fing sie reflexartig am Arm auf, bevor sie das Gleichgewicht verlor. „Du bist ja völlig betrunken“, sagte er scharf. Luisa versuchte, sich aufzurichten und zog den Arm halbherzig zurück. „Na und?“, antwortete sie lallend. „Na und?“, wiederholte Edward ungläubig. „Na warte, das haben wir gleich, Fräulein. Komm mit!“, knurrte er wütend und ergriff ihren Arm. „Was? Wohin?“, stammelte Luisa. „Das wirst du gleich sehen.“ Damit führte er sie am Arm den Flur entlang ins Bad. Claudia folgte den beiden.
Bevor Luisa protestieren konnte, stellte Edward sie unter die Dusche und drehte das Wasser auf. „Ah!“ Luisa zuckte überrascht zusammen, als der kalte Wasserstrahl sie traf. „Edward! Das ist eiskalt!“ Sie prustete, als ihr das Wasser übers Gesicht lief und schnappte nach Luft. „Lass mich in Ruhe.“, protestierte sie und wollte aus der Dusche treten. Doch Edward hielt sie fest. „Hiergeblieben.“ und fuhr damit fort, sie kalt abzubrausen. Das kalte Wasser weckte ihre Lebensgeister und vertrieb die Wirkung des Alkohols. Schließlich drehte er das Wasser wieder ab und reichte ihr ein Handtuch. Sie warf es wütend in die Ecke. „Trockne dir wenigstens das Gesicht ab.“, versuchte er es erneut und hob das Handtuch auf, um es ihr zu reichen, während er versuchte seinen Ärger herunterzuschlucken. Doch Luisa sah ihn nur wütend an und verschränkte die Arme vor der Brust. „Gut, dann eben nicht.“, knurrte er, ergriff ihren Arm und schob sie vor sich her, zurück ins Wohnzimmer. Luisas Kleidung war noch immer klatschnass. Triefend stand sie vor ihm, als er sich auf das Sofa setzte und sie musterte. Sein strenger Blick verunsicherte Luisa. Die kalte Dusche hatte den benebelten Ausdruck aus ihrem Gesicht verschwinden lassen. Sie blinzelte mehrfach und strich sich die nassen Haare aus der Stirn. „Das… das war gemein.“, begann sie aufmüpfig. „Vielleicht“, antwortete Edward ruhig. „Aber du wirkst schon deutlich wacher. Mit dem Alkohol hast du es heute wirklich übertrieben.“ Luisa verdrehte die Augen. „Na und?“, erwiderte sie trotzig. „Ich hatte Spaß. Ich bin erwachsen. Du kannst mir gar nichts vorschreiben.“ Edward holte tief Luft. „Es geht nicht darum, dir etwas vorzuschreiben“, sagte er mit fester Stimme. „Es geht darum, dass du mir versprochen hast, um Mitternacht zu Hause zu sein. Stattdessen hast du uns absichtlich belogen, um wieder einmal deinen Kopf durchzusetzen.“
„Ich habe dich doch… angerufen“, murmelte sie mit einem schiefen Grinsen. „Nein“, mischte sich Claudia ein. Ihre Enttäuschung war deutlich zu hören. „Du hast nur die Mailbox angemacht und mir erzählt, Edward hätte zugestimmt. Du hast mich genauso belogen wie ihn.“ Luisa drehte sich zu ihrer Freundin um. Für einen Moment schien sie nach einer passenden Antwort zu suchen. „Ach, stell dich nicht so an.“ Claudia schüttelte ungläubig den Kopf. „Nicht so anstellen? Edward hat sich Sorgen gemacht. Als er mich angerufen hat, dachte ich zuerst, ihr hättet euch längst abgesprochen. Erst da habe ich verstanden, was du getan hast.“ Edward stimmte ihr zu. „Ich habe dich über zwanzigmal angerufen“, sagte er ruhig. „Jedes Mal ging nur die Mailbox ran. Dann war dein Handy aus. Weißt du, was einem in so einer Situation alles durch den Kopf geht? Ob ein Unfall passiert ist. Ob dir etwas zugestoßen ist.“ Luisa wollte etwas erwidern, doch die Worte blieben ihr im Hals stecken. Der Trotz war noch da, aber er bekam erste Risse. „Ich… ich wollte einfach noch feiern.“
„Dann hättest du ehrlich sein können und mich fragen“, antwortete Edward. „Vielleicht hätten wir diskutiert. Vielleicht hätte ich trotzdem Nein gesagt. Aber du hast dich entschieden zu lügen.“ Es entstand eine kurze Pause, dann nickte Luisa schweigend und sah zu Boden. „Du hast dein Versprechen gebrochen, mich absichtlich getäuscht, Claudia angelogen und anschließend jede Möglichkeit verhindert, dass ich dich erreichen konnte. Ich wusste nicht einmal, ob dir etwas passiert war.“ Für einen kurzen Moment wich ihr trotziger Blick seinem. Der Alkohol machte sie zwar mutiger, aber selbst sie begann zu begreifen, wie ernst die Lage war. Claudia sagte kein Wort. Sie beobachtete die beiden schweigend und wartete darauf, ob Luisa den Mut finden würde, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen. Luisa überlegte. „Es tut mir… na ja… vielleicht ein bisschen leid.“, warf sie leise ein. „Ein bisschen?“, ereiferte sich Claudia und glaubte nicht richtig gehört zu haben. „Ist das dein Ernst?“ Auch Edwards Gesicht verfinsterte sich und er traf eine Entscheidung. Mit einer schnellen Bewegung griff er nach Luisas Handgelenk und zog sie über sein Knie. Überrascht schrie sie auf, als sie nach vorn über sein Knie fiel. „Dann werde ich wohl mal wieder etwas nachhelfen müssen.“, brummte er wütend. Er verlor keine Zeit, schob ihr enges, nasses Kleid nach oben und ihr knappes Höschen hinunter. Luisa versuchte nach hinten zu greifen und ihn daran zu hindern, doch sie war zu langsam. Edward ergriff ihre Hand, hielt sie auf seinem Rücken fest, legte ein Bein über ihre und holte aus.
Schon beim ersten Schlag jaulte Luisa auf und ein roter Handabdruck erschien auf ihrer rechten Pobacke. „Auuuu, Edward nicht…“, quietschte sie. Doch Edward ließ sich nicht von ihrem Protest beirren und begann ihr mit fester Hand die nackten Backen zu versohlen. „Auuuhuhu, auu, Edward…!“ Unfähig sich zu bewegen, wurde Luisa immer lauter, als seine Hand wieder und wieder schwungvoll auf ihren Hintern niedersauste. Ein lautes Klatschen hallte durch das Wohnzimmer, gepaart mit Luisas Gejammer. Fasziniert beobachtete Claudia, wie der Po ihrer Freundin innerhalb kürzester Zeit die Farbe von einem hellen Weiß zu Feuerrot wechselte. Luisa stöhnte und jammerte nach jedem Schlag, warf den Kopf in den Nacken und kniff die Augen vor Schmerz zusammen. Keuchend versuchte sie sich mit der freien Hand auf seinem Oberschenkel hochzudrücken und so den brennenden Hieben zu entkommen. Doch Edward hatte sie fest im Griff und versohlte ihr den Hintern nach Strich und Faden. Unablässig klatschte seine Hand auf ihre Backen. In ihrer Verzweiflung wusste sich Luisa nicht anders zu helfen und kniff ihm in den Oberschenkel, in der Hoffnung auf eine kurze Pause. „Auu, wirst du dich wohl benehmen.“, schimpfte Edward laut und schlug um so fester auf ihre Sitzfläche ein, wobei er auch die Schenkel nicht ausließ. „Das kann doch wohl nicht wahr sein.“, ereiferte sich Claudia. „Gibs ihr Edward. Fester!“ Claudia, die das Kneifen mitbekommen hatte, feuerte ihn zusätzlich an. „Jau, auuu, Edward, bitte… Auuu!“, jammerte Luisa in den höchsten Tönen. Als sie glaubte, es nicht mehr aushalten zu können und das Brennen auf ihrem Hintern unerträglich wurde, brach es schließlich aus Luisa heraus. „Es tut mir leid, Edward. Bitte. Es tut mir wirklich leid“, rief sie laut und Edward ließ den Arm sinken. Luisas Hintern war dunkelrot verfärbt und strahlte eine unglaubliche Hitze, als er darüberstrich. Schwer atmend lag Luisa, wie ein Häufchen Elend über seinem Knie. „Es tut mir leid.“, wiederholte sie leise ihre Entschuldigung.
„Das glaube ich dir sogar“, sagte Claudia. „Aber das macht die Sache nicht ungeschehen.“ Sie wandte sich an Edward. „Sie hat uns beide bewusst getäuscht und ihr trotziges und uneinsichtiges Verhalten im Anschluss, sollte nicht mit einem einfachen Hinternvoll erledigt sein. Sie sollte jetzt sofort Konsequenzen für ihr Verhalten tragen.“, forderte sie eine strengere Strafe. Edward überlegte, nach kurzem Schweigen antwortete er. „Du hast recht, Claudia. Steh auf und leg dich über die Sofalehne.“, forderte er Luisa auf. Diese rappelte sich langsam auf und warf Claudia einen vernichtenden Blick zu. „Hättest du es nicht einfach mal dabei belassen können?“, fuhr sie sie an. „Aber nein, du musst natürlich noch einen draufsetzen.“ Edward konnte es nicht fassen. Aufgebracht sprang er auf und zog den Gürtel aus seiner Hose. „Leg dich über. Sofort!“, knurrte er. Luisa erschrak und wollte seiner Anweisung gerade folgen leisten, als sie seinen strengen Blick sah, als Claudia sie unterbrach und grinsend meinte: „Ich habe eine bessere Idee. Leg dich auf den Rücken und streck die Beine hoch.“ Luisa sah Edward entsetzt an, doch dieser nickte und forderte sie auf, zu gehorchen. Sie versuchte ihn umzustimmen, erst in dem sie mitleidheischend ihre bereits wunden Backen vorschob und versicherte keinen weiteren Hieb mehr aushalten zu können. Als sie damit nicht weiterkam, wuchs ihr Widerstand und sie hob mit verschränkten Armen trotzig das Kinn. „Und wenn ich mich weigere?“ Edward hatte genug. „Wenn du nicht bei DREI auf dem Sofa liegst, dann gnade dir Gott.“, brummte er kalt und begann zu zählen. „EINS. ZWEI. …“
Luisa zögerte einen Moment, doch schließlich verließ sie der Mut und sie fügte sich. ‚Wer weiß, wie die Strafe sonst ausfallen würde.‘, überlegte sie, setzte sich auf die Sofalehne, ließ sich nach hinten sinken und streckte die Beine in die Luft. Sofort war Claudia zur Stelle und ergriff ihre Knöchel von hinten, um sie in Position zu halten. Luisa erkannte mit Schrecken, dass ihr Po so eine ideale Straffläche bot und versuchte sich aus Claudias Griff zu befreien. „Wirst du wohl stillhalten!“, tadelte Claudia ihre Freundin, als Edward neben Luisa Aufstellung nahm und ausholte. Mit einem lauten Klatschen landete das feste Leder satt auf ihren herausgestreckten Backen. Luisas Finger krallten sich in die Sofakissen. „Jau. Aaah.“, jaulte sie auf und versuchte sich nach oben zu stemmen, als sie den nächsten Schlag kommen sah. Wieder stöhnte sie laut auf und versuchte ihren Hintern aus der Schussfläche zu bringen. Mal zog sie die Beine an, um sie beim nächsten Schlag plötzlich wieder hoch hinauszustrecken, während sie die Pobacken zusammenzukniff. Mal spreizte sie die Beine soweit wie möglich, um sie nach einem ungeplanten Treffer auf die Innenseite der Schenkel wieder zusammenzukneifen. Sie strampelte und zappelte, drehte die Hüften nach links und rechts, doch Claudia hielt sie eisern fest und zog sie immer wieder zurück in Position. „Auuuhuhu. Auu.“ Strieme um Strieme erblühte auf Luisas Backen. Durch ihr Gezappel bekamen auch die Oberschenkel einiges ab und Luisas Jammern wurde immer lauter. „Lass mich gefälligst los.“, rief sie wütend, was Claudia nur dazu brachte Edward immer mehr anzufeuern. „Härter Edward, gibs ihr ordentlich. Das hat sie verdient.“, rief sie wieder und wieder und Edward schlug schwungvoll zu. „Du blöde Ziege.“, keifte Luisa. „Ich dachte, du bist meine Freundin.“ Doch Claudia lachte nur. „Du hast mich angelogen. Macht das eine Freundin? Denk mal darüber nach.“ Edward stimmte ihr zu und ließ den Arm erst sinken, nachdem Luisas Backen mit roten Striemen kreuz und quer übersät waren und sie mehrfach um Verzeihung bat und Besserung gelobte. Endlich ließ Claudia sie los und Luisa hielt ihre brennenden Backen, mit angezogenen Beinen. Jammernd versuchte sie den Schmerz zu verreiben. Zufrieden sah ihr Claudia eine Zeit lang zu, bevor sie ins Schlafzimmer verschwand, um Luisa trockene Ersatzkleidung zu holen. Edward half Luisa auf, die sich still in seine Umarmung schmiegte und sich nochmals leise entschuldigte. Nachdem sie sich umgezogen hatte und sich die beiden von Claudia verabschiedet hatten, fuhr Luisa mit Edward nach Hause.


